Auftaktgottesdienst zur Herbstsammlung der Diakonie

14. Oktober, 10.00 Uhr Thomaskirche (Grombühl)

Wohnungslosigkeit – Kälte und Mittellosigkeit tun weh, Einsamkeit obendrein!

In der Furcht vor dem sozialem Abstieg ist das die Urangst schlechthin: plötzlich ohne Dach über dem Kopf dazustehen. Wohin sich zurückziehen, wenn die Welt ungastlich und bitter wird, wie sich schützen vor  Blöße und Kälte, wie leben ohne Bett, Tisch und Stuhl, ohne Kühlschrank, ohne WC, ohne Adresse, ohne Briefkasten, ohne Nachbarn …?

Wohnungslosigkeit – das muss nicht sein. Tragfähige Lösungen brauchen allerdings Wohnraumangebote, finanzielle Erstmittel und professionelle Unterstützer mit Herz und langem Atem. Die Diakonie ist in Würzburg über die Christophorus-Gesellschaft mit vielen Angeboten für Wohnungslose und Menschen in schwierigen Lebenslagen präsent. Besonders für sie findet im Herbst die Dekanatssammlung statt, die mit einem Auftaktgottesdienst in der Grombühler Thomaskirche startet. Dort hatte es im Frühjahr 15 Tage lang eine viel beachtete Vesperkirche gegeben, die auch von Menschen mit Bezug zum Sammlungsthema gern besucht wurde. In dem Gottesdienst mit Prädikantin Kaufhold werden Andrea Dehler, Andreas Schrappe und Michael Thiergärtner als Vertreter der Diakonie und des Christophorus-Werkes von ihrer konkreten Arbeit berichten und in Liedern und Gedichten den Betroffenen eine Stimme geben.

Was können wir tun?

Das gemeinsame Wahrnehmen und Anpacken einer Notlage ist ein guter, göttlicher Weg. Diakonisches Handeln ist der Weg der Christenmenschen schlechthin, kein Sonderweg nur der „Hauptamtlichen“. Gemeinsam Hoffnung zu erleben und zu beleben, ist eine Herzensfreude und bringt Veränderung.

Warum sammelt die Diakonie  überhaupt?

Finanziert sie sich nicht in erster Linie aus Kirchensteuermitteln, Leistungen der Kassen und der öffentlichen Hand? In erster Linie trifft dies zu, diese Mittel reichen aber nicht immer. Bei vielen Angeboten sind außerdem Eigenmittel aufzubringen, ohne die es auch keine externe Finanzierung gäbe. Ehrenamtliches Engagement und Spenden helfen zum Teil über die Lücken hinweg. Zwei große Schwerpunktsammlungen zu konkreten sozialen Notlagen führt das Diakonische Werk jährlich in Bayern durch. Im Frühjahr und im Herbst ziehen ehrenamtlich Mitarbeitende für etwa eine Woche von Haus zu Haus, sind mit der berühmten Sammelbüchse auf der Straße unterwegs und beehren kleinere Firmen und große Unternehmen mit der Bitte um Unterstützung. Die eingesammelten Mittel werden schwerpunktmäßig für den Sammlungszweck, grundsätzlich aber für die diakonische Arbeit ausgegeben, zum Teil vor  Ort, zum Teil bayernweit. Höhe und Verteilung der Gelder werden zeitnah nach Abschluss der Sammlungen auf der homepage der Diakonie Bayern bekanntgegeben (www.diakonie-bayern.de).