Ökumenische Kapelle auf dem Gelände der Landesgartenschau in Würzburg

Stellungnahme zum Artikel von Daniel Staffen-Quandt im Sonntagsblatt vom 1.10.2017

Da ist Ihr Reporter –wahrscheinlich durch die Architektenskizzen verleitet- etwas über das Ziel hinausgeschossen. Kein Regentempel, sondern eine ökumenische Kapelle wird auf dem Gelände der Landesgartenschau errichtet. Dabei handelt es sich um ein gemeinsames Projekt der katholischen Diözese Würzburg und des Evang.-Luth. Dekanats Würzburg. Die am Architektenwettbewerb beteiligten Büros hatten die Zielvorgabe, einen geistlichen Ort zu gestalten, der seine christliche Herkunft bezeugt. Das Büro Brückner & Brückner hat den Gewinnerbeitrag eingereicht und nimmt durch seinen Entwurf „Trinitatis“, also „Dreieinigkeitskapelle“, die Ausschreibung sachgemäß auf.

 

Während der Landesgartenschau ist die Kapelle ein spiritueller Rückzugsort, der allen Menschen offen steht, ein Raum für vielfältige spirituelle und kulturelle Angebote. Hier und an vielen weiteren Orten auf der Landesgartenschau ermöglichen die unterschiedlichen Gruppen aus der Arbeitsgemeinschaft christlicher Kirchen (AcK) eine niederschwellige Begegnung mit dem christlichen Glauben.

Darüber hinaus treten die christlichen Konfessionen und die anderen in Würzburg vertretenen Religionen in einen Dialog. Begegnung und Gespräch zwischen Menschen unterschiedlicher Religionen sollen das Verständnis füreinander vertiefen und das Miteinander in der Stadt stärken. Damit haben wir in Würzburg gute Erfahrungen gemacht. Gemeinsam haben wir eine Erklärung der Religionen für den Frieden veröffentlicht und damit in unseren unruhigen Zeiten ein wichtiges Zeichen für das Zusammenleben in unserer Stadt und Region gesetzt.

Nach der Landesgartenschau werden evangelische und katholische Kirche die Kapelle gemeinsam als ökumenisches geistliches Zentrum im neuen Stadtteil Hubland nutzen.

Wir freuen uns, dass dieses ökumenische Projekt – ein lichtdurchfluteter, einladender geistlicher Raum - im Jubiläumsjahr der Reformation auf den Weg gebracht werden konnte.

 

Dr. Edda Weise, Dekanin

Susanne Wildfeuer, stv. Dekanin und Beauftragte für die Landesgartenschau 2018