Leitlinie Religionsunterricht

Leitlinie zum Religionsunterricht aus dem Perspektivpapier des Dekanats.

Zur Situation:
Im Dekanatsbezirk Würzburg besuchen knapp 10.000 Schülerinnen und Schüler den evangelischen Religionsunterricht, davon sind etwa 10% konfessionslos und nehmen auf Antrag am Religionsunterricht teil. Etwa die Hälfte der Stunden an Grund-, Haupt- und Förderschulen werden von staatlichen Lehrkräften erteilt. Insgesamt sind im Unterricht etwa 90 haupt- und nebenamtliche kirchliche Kräfte eingesetzt, insbesondere Gemeindepfarrer/innen, Religionspädagogen/innen und Katecheten/innen. Sie werden im Auftrag des Dekanats durch die Schulbeauftragte und ihr Büro fachlich und organisatorisch begleitet. Hier geschieht auch die Verteilung des Religionsunterrichtes und der Kontakt zu landeskirchlichen Stellen, Schulleitungen und Schulämtern wird gehalten.

Leitperspektive:
Aus dem Evangelium erwächst uns der Auftrag, uns mit der christlichen Botschaft auseinander zu setzen und ihre Bedeutung für das Leben verstehbar zu machen. Das säkularisierte und komplexe Umfeld, in dem Kinder und Jugendliche heranwachsen, erfordert Lehrerinnen und Lehrer, die offen sind für Fragen und Bedürfnisse der Kinder und Jugendlichen, die Orientierung bieten und glaubwürdige Gesprächspartner/innen sind.

Aktuelle Herausforderungen:
Eine zunehmende Zahl von Kindern aus sozial schwierigen Situationen bedürfen intensiver Begleitung. Andererseits führen geringer werdende Schülerzahlen insgesamt zu Klassenzusammenlegungen im Religionsunterricht. Das erschwert das Unterrichten und das individuelle Eingehen auf einzelne Kinder und Jugendliche. Viele Kinder wachsen ohne religiöse Sozialisation auf und Eltern erwarten hier Unterstützung von der Kirche.

Ziele für die nächsten Jahre:
Lehrkräfte im Religionsunterricht sollen durch den Dienst der dekanatlichen Schulbeauftragten

  • bestärkt werden, ihre eigene Arbeit auch unter erschwerten Bedingungen wertzuschätzen und selbstbewusst wahrzunehmen,
  • durch gegenseitige kollegiale Beratung unterstützt und ermutigt werden,
  • in fachlicher Begleitung die eigene Arbeit reflektieren und weiterentwickeln können und
  • durch Fortbildungen in ihren Kompetenzen bereichert werden.

Darüber hinaus ist es Aufgabe der dekanatlichen Schulbeauftragten und aller kirchlichen Verantwortlichen

  • durch einen guten Kontakt zu Vertretern/innen von Schulen und Schulämtern die Arbeit vor Ort zu unterstützen und
  • die Bedeutung des Religionsunterrichtes in der Öffentlichkeit bewusst zu machen.

Leitwort:
„Darum gehet hin und machet zu Jüngern alle Völker: Taufet sie auf den Namen des Vaters und des Sohnes und des Heiligen Geistes, und lehret sie halten alles, was ich euch befohlen habe.“ (Matthäus 28, 19-20).


 Video: Jobportrait Religionspädagoge

Wenn in Bayern das neue Schuljahr losgeht, beginnt auch für viele junge Religionspädagogen ein neuer Abschnitt beim Start in ihr Berufsleben. Was motiviert eigentlich junge Menschen dazu, diesen Job zu ergreifen? Mit welchen Gedanken und Gefühlen gehen sie an ihre Arbeit, was ist für sie das Lohnende daran? Tabea Betz ist eine von insgesamt 23 jungen Religionspädagogen die im Sommer 2013 für das neue Schuljahr im Heilsbronner Münster in ihr neues Amt eingesegnet wurden. Im Interview mit ELKB-Sprecher Johannes Minkus verrät die 30-Jährige, was der christliche Glaube Schülern heute geben kann. Schauen Sie in unser Video!