Mensch werden. Ein Kunstprojekt der Kirchengemeinden Karlstadt und Thüngen-Arnstein mit Skulpturen von Stephan Guber

Kirchenbesucher der besonderen Art

Solch treue Kirchenbesucher gibt es sonst wohl kaum. Rund um die Uhr sitzen sie in den Kirchenbänken, stehen um Chorraum oder am Altar. Die Kirchenbesucher sind allerdings nicht aus Fleisch und Blut, sondern aus Pappel- oder Eichenholz. Der hessische Bildhauer Stephan Guber hat sie entworfen. Mit Kettensäge und Zahnarztbohrer erschafft Guber faszinierende lebensgroße Holz-Skulpturen. Seit 2014 sind die Skulpturen Teil einer Wanderausstellung, die schon in großen City-Kirchen, aber auch in kleineren Kirchen in Deutschland zu Gast waren.


Guber erschafft Skulpturen mit Kettensäge und Zahnarztbohrer

Im Mittelpunkt von Stephan Gubers Arbeiten steht der Mensch. Rund 30 Jahre lang hat sich Guber mit seinen künstlerischen Arbeiten immer mehr der menschlichen Gestalt angenähert. Bis zu zwei Tonnen schwer sind die Stämme, die er in seiner Werkstatt zu lebensgroßen Menschenfiguren formt. Um diese möglichst echt aussehen zu lassen, standen ihm Menschen Modell. Besonders die Gesichter der Skulpturen begeistern. Es scheint, als würden die Skulpturen den Betrachter anschauen. Manch einer fühlt sich sogar von ihnen gemustert und beobachtet.


Holz-Skulpturen sind zu Gast in Karlstadt, Thüngen und Arnstein

Von Januar bis April 2022 werden die Skulpturen des Künstlers Stephan Guber durch die Kirchen St. Johannis/Karlstadt, St. Georg/Thüngen und durch die Christuskirche/Arnstein wandern und zu Gast in unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen sein. Dort werden die Skulpturen neben uns sitzen oder im Abendmahlskreis neben uns stehen, uns mustern oder beobachten. Während der Wanderausstellung wird es in den Monaten Januar bis April verschiedene Veranstaltungen wie Andachten, Konzerte oder Lesungen rund um die Skulpturen geben.