Bezirksbläsergottesdienst

Bezirksbläsergottesdienst
Bildrechte: Michael Munzert

Freiluftgottesdienst und „Posaunen satt“
gab es an diesem schon recht kühlen Septembersonntag (19.09.21) vor der Gethsemanekirche auf dem Heuchelhof. Eingeladen dazu waren noch die Nachbargemeinden Trinitatis / Rottenbauer und St. Paul / Heidingsfeld mit der Lukaskirche im Steinbachtal.
Eine Gottesdienstfeier mit so vielen Bläsern hatte es schon lange nicht gegeben. Der Bezirksposau-nenchor unter der schwungvollen Leitung von Dekanatskantorin Rebekka Follert genoss seinen Einsatz sichtlich und hörbar genauso wie die Zuhörer. Deren große Freude wiederum war ebenso zu spüren wie die von Pfr. Max von Egidy, der gleich bei der Begrüßung darauf hinwies, wie schön es doch sei, endlich im Freien wieder ohne Masken singen und Gottesdienst feiern zu dürfen.  Auch Dekan Dr. Wenrich Slenczka betonte zu Beginn seiner Predigt, wie sehr Musik und Gesang in der Corona-Zeit gefehlt hätten. Außerdem genieße er es, die unverhüllten Gesichter der Kirchen-besucher sehen zu können.
Seine Predigt über die Klagelieder Jeremias legte dar, dass selbst Unglück und Klagen zu positiven Erkenntnissen führen können. Eigene Erfahrungen - z.B. eine gelungene Bergwanderung - lehren, dass Anstrengung, Mühe, Plage, manchmal sogar Verzweiflung, bei aller Erschöpfung ein überwäl-tigendes Glückserlebnis (hier: der Gipfelbezwingung) ermöglichen. Unsere Welt ist voller Katastro-phen, Unsicherheiten, Gewalt und Leiden. Dennoch dürfen wir der Liebe und Güte Gottes gewiss sein, die hinter allem stehen, denn er setzte seinen eigenen Sohn ein, uns zu erlösen! So ist es möglich, sogar ein Klagelied fröhlich zu singen, denn „es ist ein köstlich Ding, geduldig sein und auf die Hilfe des HERRN hoffen.“
Seit Beginn des Gottesdienstes hatte der Posaunenchor der versammelten Gemeinde mit diversen Musikstücken und Chorälen Freude bereitet. Zur allgemeinen Überraschung gratulierte Dr. Slenczka nun Dekanatskantorin Rebekka Follert zum 25jährigen Bläserjubiläum und überreichte ihr das goldene Bläserabzeichen. Beide Auszeichnungen hatten ihr bereits vor einem Jahr zugestan-den, was aber wegen der Coronakrise nicht umgesetzt worden war.
Der Bezirksposaunenchor Würzburg setzt sich zusammen aus Bläsern aller Posaunenchöre des ev.-luth. Dekanats Würzburg. Er hatte heuer am Landesposaunentag in Nürnberg teilnehmen sollen, jedoch ist dieser um ein Jahr verschoben worden. Aus diesem Grund erging die Auflage an alle teil-nehmenden Chöre, bis dahin 101 Konzerte zu spielen. Der Bläsergottesdienst auf dem Heuchelhof war eines davon, und der Bezirksposaunenchor entledigte sich seiner Aufgabe mit Bravour: ge-konnt begleitete er konventionelle und moderne Kirchenlieder, stellte Um Himmels Willen, das neue Mottolied für den Landesposaunentag, vor und begeisterte zum Schluss alle Zuhörer mit Zu-gaben wie Gospel, Jazz und Swing.
(Karin Veit)